Zalando mietet Fördertechnik bei next intralogistics - Referenzbericht 

Veröffentlicht von Marco Gebhardt am 16.05.17 14:37
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Das Berliner E-Commerce-Unternehmen Zalando hat sein europäisches Logistiknetzwerk erweitert und startete im August 2016 mit dem Testbetrieb im Logistikzentrum in Lahr. Um die Produktivität der bisher rein manuellen Prozesse kurzfristig zu steigern, setzt der Online-Modehändler auf die Mietlösung für Fördertechnik von next intralogistics aus Sinsheim.

Online-Shopping erfreut sich dank des großen Angebots, attraktiver Preise und immer kürzeren Lieferzeiten weiterwachsender Beliebtheit. Zalando bietet mit über 1500 Marken eine große Auswahl an Fashion und Trends mit kostenlosem Versand und Rückversand. Um das Lieferversprechen für Kunden in 15 Märkten in Europa halten zu können, müssen die Aufträge möglichst schnell bearbeitet und versandfertig gemacht werden. Das Zalando-Logistiknetzwerk in Deutschland umfasst die Standorte Brieselang bei Berlin, Erfurt, Mönchengladbach und seit Spätsommer letzten Jahres auch Lahr im Schwarzwald. Hier lagern zukünftig bei vollständiger Inbetriebnahme auf einer Fläche von 130.000 qm in vier Hallen rund 200.000 verschiedene Artikel für Kunden in 15 Märkten in Europa.

 

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Angebot innerhalb eines Tages

Während sich die automatisierte Kommissionier- und Fördertechnik noch im Aufbau befindet, wird das Lager bereits produktiv genutzt. „Wir arbeiten derzeit mit einem manuellen Interimskonzept bis alle geplanten Anlagenteile montiert, getestet und in Betrieb genommen werden können. Aktuell versenden wir so bereits mehrere tausend Pakete pro Tag. Dabei sind wir immer auf der Suche nach neuen Technologien, die wir hier sinnvoll einbinden können“, erklärt Anja Gaßmann vom Logistics Innovation Team bei Zalando. Um die Produktivität in der Outbound-Sortierung der Kundenpakete steigern zu können, suchte das E-Commerce-Unternehmen kurzfristig eine Automatisierungslösung für wenige Monate, die flexibel eingesetzt und innerhalb von vier Wochen realisiert werden kann. „Next Intralogistics aus Sinsheim hat als einziger Anbieter innerhalb von einem Tag ein Angebot mit Layout-Vorschlag und Preis abgegeben“, betont Gaßmann. Der angebotene und zusammen mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelte FlexConveyor lässt sich mittels Modulbaukasten leicht zusammenstellen und montieren sowie dank dezentraler Intelligenz einfach installieren und in Betrieb nehmen. Neben der Flexibilität des FlexConveyor Systems überzeugte Zalando laut Gaßmann vor allem die Mietoption:

 

Foto_AGassmann.jpg „Auf die äußerst flexible Technologie sind wir zuvor auf einer Messe aufmerksam geworden und hatten bereits überlegt, wo wir sie einsetzen könnten. Die Mietoption gab uns jetzt die Möglichkeit, das System zu testen und zu schauen, ob es wirklich so flexibel ist, wie wir uns das vorgestellt haben. Nach kleinen Anpassungen sowie Abstimmungen bezüglich einer Schnittstelle zu unserem IT-System stand die Anlage wirklich nach einem Monat einsatzbereit hier in Lahr. Das hat alles sehr reibungslos funktioniert.“ Anja Gaßmann, Zalando SE

 

Innovative Miet- und Leasingkonzepte

Dank intelligenter, dezentraler Steuerung und der dadurch möglichen Installation nach dem Plug&Play-Prinzip entfällt die zeit- und kostenintensive Planung und Inbetriebnahme wie bei konventioneller Technik mit SPS-Steuerung. Next Intralogistics-Anlagen sind je nach Größe bereits innerhalb von einem oder zwei Tagen einsatzbereit. Ein weiterer Vorteil ist, der ebenso leichte Um- und Abbau der Fördertechnik. So können die Anlagen jederzeit umgebaut oder durch weitere Fördertechnik-Module ergänzt werden, so dass der Betreiber auf schwankende Auslastungen reagieren kann. Die Förderanlage wächst so sukzessive mit dem Unternehmen mit, Überkapazitäten können vermieden werden.

Bislang sind Automatisierungsvorhaben im Lager mit hohen Kosten und langen Realisierungszeiten verbunden. Next Intralogistics senkt diese Einstiegshürde und bietet Fördertechniklösungen nicht nur zum Kauf, sondern auch zum Mieten oder Leasen an. „Diese Verbindung von innovativen Miet- und Leasingkonzepten mit der hochflexiblen FlexConveyor Technologie ermöglicht unseren Kunden skalierbares Wachstum unter Beibehaltung finanzieller Spielräume. Denn als Mieter zahlen Kunden nur die monatliche Miete. Versicherung und Wartung sind darin inkludiert“, erklärt der Geschäftsführer Marco Gebhardt den neuen Ansatz von Next Intralogistics.

GridSorter steigert Produktivität

Während in Lahr pro Versandarbeitsplatz vorher mehrere Mitarbeiter damit beschäftigt waren, die Pakete von dort abzuholen und den entsprechenden Zielen und Dienstleistern zuzuordnen, werden die Pakete nun direkt nach dem Anbringen des Versandlabels auf die Fördertechnik gelegt, dann automatisch gescannt und über den GridSorter automatisch an die richtige Ziel-Rutsche abgegeben. Dort nehmen Mitarbeiter die Pakete dann ab und stapeln sie in die Rollbehälter für die Übergabe an den Paketdienstleister. Insgesamt ist die Anlage auf eine Leistung von max. 1600 Pakete pro Stunde ausgelegt. „Damit haben wir die Möglichkeit, die Produktivität im Vergleich zum manuellen Prozess kurzfristig zu steigern. Deshalb haben wir bereits eine zweite Anlage für unsere andere Packlinie bestellt, die gerade installiert wird“, lobt Gaßmann. Für die Zukunft sei Zalando zudem an einer FlexConveyor Fördertechnik interessiert, die neben Kartons auch Versandtaschen transportieren und sortieren kann. „Diese Variante wurde gerade von unseren Ingenieuren fertig entwickelt und ist ab sofort erhältlich. Damit können wir zukünftig unseren Kunden aus dem Bereich Fashion-eCommerce noch mehr Flexibilität für den Transport und die Sortierung von Liegewaren bieten“, gibt Gebhardt bereits Einblicke in die weitere Entwicklung.

„Dank der Mietlösung könnten wir Peaks in unserem stark saisonalen Geschäft mit unseren vielen und sehr unterschiedlichen Artikeln besser abbilden oder auch wie hier Interimskonzepte beim Aufbau neuer Standorte unterstützen“, blickt Gaßmann in die Zukunft und kann sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten vorstellen. Das Ziel sei es, an allen Standorten, den Automatisierungsgrad zu steigern, um die Flächen optimal zu nutzen und die Produktivität zu erhöhen.

Themen: Mieten, Flexibilität, Industrie 4.0, Intralogistik 4.0, automatisierung, eCommerce, Effizienz, Operative Effizienz, pop-up distribution, gridsorter

Der next intralogistics Blog

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